Ärzte Zeitung, 07.04.2016

Krankenkasse

TK erhofft sich Nutzwert von Transplantationsregister

MAINZ. Die Techniker Krankenkasse (TK) Rheinland-Pfalz hat das Vorhaben des Gesetzgebers begrüßt, noch in diesem Jahr ein bundesweites Transplantationsregister auf den Weg zu bringen. "Wir erwarten durch die Einführung des Registers vor allem mehr Transparenz und neue Erkenntnisse durch das Bündeln der Daten", sagte Anneliese Bodemar, Leiterin der Landesvertretung.

Zugleich forderte die TK, es dürfe nicht bei einer reinen Analyse der Daten bleiben. Vielmehr müssten aus den Erkenntnissen verbindliche Behandlungsleitlinien und Richtlinien abgeleitet werden. In Rheinland-Pfalz wurden 2015 94 Organtransplantationen durchgeführt.

Deutschlandweit sind es jährlich 4000 bis 5000. Bodemar sagte, auch angesichts dieser geringen Fallzahlen sei eine bundesweite Zusammenführung und Betrachtung der Daten sinnvoll.

Erst auf Grundlage ausreichender Informationen seien fundierte Aussagen darüber möglich, welche Behandlungsmethoden die Überlebenswahrscheinlichkeit der Organempfänger erhöhen könnten oder welche Operationsverfahren am erfolgversprechendsten seien. (aze)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »