Ärzte Zeitung, 18.05.2016

KBV

Gröhe stellt die Machtfrage

BERLIN. Bei der Androhung staatlicher Zwangsmaßnahmen gegen die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) die Koalition hinter sich. "Die Vorgehensweise ist korrekt und angemessen, auch die Frist", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Professor Karl Lauterbach, am Dienstag der "Ärzte Zeitung". Die KBV müsse sich erklären, ob sie bereit sei zu kooperieren, oder ob sie die Politik hinhalten wolle. Lauterbach bestätigte, dass es "auf jeden Fall" ein Gesetz zur schärferen Kontrolle der Körperschaften im Gesundheitswesen geben werde.

Gröhe hatte vor Pfingsten ein Schreiben an die KBV verschickt. Darin droht er damit, den KBV-Vorstand und die Vertreter zu entmachten. (af)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »