Ärzte Zeitung online, 12.09.2016

Medizinstudium

Petition wendet sich gegen den Masterplan

BERLIN. Mit einer Petition im Bundestag wird dafür geworben, den Entwurf zum Masterplan Medizinstudium 2020 in der vorliegenden Form abzulehnen. Die – noch nicht veröffentlichte – Fassung der Kultus- und Gesundheitsminister der Länder sollte zur Überarbeitung an die Bund-Länder-Konferenz zurückgegeben werden, heißt es.

Der Petent wendet sich gegen die geplante Quartalisierung des PJ (die "Ärzte Zeitung" berichtete). Dies würde den Zeitraum, in dem Studierende Einblicke in ein Fachgebiet gewinnen könnten, noch weiter verkürzen. Auch die geplante Pflichtprüfung im Fach Allgemeinmedizin wird abgelehnt. Dadurch werde nur die Allgemeinmedizin gestärkt, die bereits durch die Pflichtfamulatur bevorteilt wird, heißt es in der Petition, die noch bis zum 15. September mitgezeichnet werden kann.

Kritisiert wird auch die – ebenfalls unter den Ländern strittige – Landarztquote. Diese stelle "einen Eingriff in das Grundrecht der freien Berufswahl dar".

Bis Freitag haben 448 Personen die Petition mitgezeichnet. Öffentlich im Petitionsausschuss des Bundestags beraten wird die Eingabe in der Regel erst dann, wenn sie von 50.000 Mitzeichnern unterstützt wird. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

Konsequente Strategie gegen Diabetes

Angesichts der epidemischen Zunahme von Diabetes-Patienten in Deutschland, muss die nächste Bundesregierung unbedingt den Nationalen Diabetesplan umsetzen. mehr »