Ärzte Zeitung, 15.09.2016

"Falsche Notfälle"

SpiFa will Patienten an Kosten beteiligen

BERLIN. Notaufnahmen von Kliniken sollten für gehfähige Notfallpatienten tabu sein, wenn eine Portalpraxis vorhanden ist. Das fordert der Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa).

Nehmen Patienten ohne Notfallindikation die Notfallambulanz in Anspruch, sollten sie an den Kosten beteiligt werden, so SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars Lindemann. "Dem Patienten muss klar sein, dass die vorhandenen Ressourcen begrenzt sind und grundsätzlich effizient eingesetzt werden müssen", sagt er.

Der SpiFa spricht sich für eine Wettbewerbsordnung an der Schnittstelle ambulant/stationär sowie für eine sinnvolle Patientensteuerung aus. Krankenkassen müssten dafür sorgen, dass Patienten wüssten, welche Anlaufstelle für sie die richtige ist. (eb)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19226)
Personen
Lars Lindemann (87)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Einige Frauen sind besonders dufte

Für Männer-Nasen riechen einige Frauen besser als andere. Das hängt mit der Fortpflanzung zusammen, berichten Forscher aus der Schweiz. mehr »

Mysterium Blasenschmerz-Syndrom

Bis zu 60 Mal am Tag auf die Toilette: Die interstitielle Zystitis, auch Blasenschmerz-Syndrom genannt, ist wenig bekannt. Die deutschen Urologen haben nun erstmals Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie herausgebracht. mehr »