Ärzte Zeitung, 09.11.2016

Schleswig-Holstein

Marburger Bund befragt Ärzte

BAD SEGEBERG. Der Marburger Bund (MB) in Schleswig-Holstein befragt seine Mitglieder zu den Arbeitsbedingungen der angestellten und verbeamteten Ärzte. Der Verband erhofft sich Aufschlüsse zu den tatsächlich geleisteten Überstunden, zur Arbeitszufriedenheit und zur Qualität der Fort- und Weiterbildung.

Die Ende Oktober gestartete Umfrage läuft noch bis 18. November und nur im Norden. Eine Umfrage des Bundesverbandes im vergangenen Jahr hatte keine spezifischen Landesergebnisse erbracht. Der Landesvorsitzende Dr. Henrik Herrmann hofft auf eine hohe Rücklaufquote, um die Interessen tarif- und gesundheitspolitisch vor Ort zielgerichteter vertreten zu können.

Nach seinen Angaben berichten Mitglieder dem Verband immer wieder, dass geleistete Arbeitsstunden aufgeschrieben, eingereicht und dann genehmigt werden müssen. Diese Vorgehensweise kritisiert Herrmann: "Wir sprechen uns ganz klar für eine elektronische Zeiterfassung aus und zwar am besten über eine Stechuhr", sagte Herrmann.

Ein anderes Thema der Umfrage ist die Weiterbildung. Diese nimmt nach Herrmanns Beobachtung in den Kliniken derzeit "nicht den Stellenwert ein, den sie haben sollte". Als Grund vermutet er die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im stationären Bereich.

Die Ergebnisse der anonymen Umfrage sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Die Teilnahme ist auch online möglich unter www.iqme.de/mb-umfrage. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Spahn soll Gesundheitsminister werden

Jünger und weiblicher will die CDU-Chefin ihr Kabinett und ihre Partei machen. In Männerhand bleibt das Gesundheitsressort: Jens Spahn soll hier der neue Minister werden. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Praxen und Kliniken melden "Land unter"

Die heftige Grippewelle bringt Arztpraxen und Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenzen. Manche Praxen müssen selbst wegen vieler erkrankter Mitarbeiter schließen, Kliniken nehmen teilweise keine Patienten mehr an. mehr »