Ärzte Zeitung, 17.11.2016
 

Transplantationen

BÄK soll mehr Unterlagen herausgeben

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt weiter. Angeforderte Papiere sollen helfen, den Vorwurf der Aktenunterdrückung zu klären.

HAMBURG. Nach Unregelmäßigkeiten in den Behandlungsunterlagen von Transplantationspatienten hat die Hamburger Staatsanwaltschaft weitere Papiere bei der Bundesärztekammer angefordert. "Wir konnten den Sachverhalt noch nicht umfassend prüfen, da noch Unterlagen fehlen", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. "Diese Unterlagen haben wir nun angefordert."

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hatte in einer Stellungnahme vom Dienstag Übertragungsfehler eingeräumt (die "Ärzte Zeitung" berichtete). Die Organvergabe sei dadurch aber nicht beeinflusst worden.

Zuvor hatte die Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK) von GKV-Spitzenverband, Krankenhausgesellschaft und BÄK wie berichtet Unregelmäßigkeiten beanstandet, die zum Teil relevant seien für die Vergabe von Spenderorganen. Aus Sicht der Kommission waren am Mittwoch von 14 beanstandeten Fällen vier erklärbar und erledigt.

Am 13. Oktober hatte die Kommission einen Bericht zu Lungentransplantationen im UKE und der LungenClinic Großhansdorf vorgelegt. In 14 von 25 Fällen beanstandete die PÜK darin Unregelmäßigkeiten. Sieben Patientenakten der Klinik Großhansdorf waren nicht mehr auffindbar. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fettsäurehypothese bei MS erhält neue Nahrung

Ist eine ungesunde Ernährung einer der Gründe, weshalb manche Menschen an MS erkranken? Es mehren sich jedenfalls Hinweise für einen entscheidenden Einfluss auf die Darmflora. mehr »

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »