Ärzte Zeitung, 08.12.2016
 

Niedersachsen

KV-Vorstand lobt CDU-Papier zur Vergütung

Gleiches Geld für gleiche Leistung: Der Vorschlag eines CDU-Ausschusses gefällt der KV-Führung.

HANNOVER. Der Vorstand der KV Niedersachsen hat die Überlegungen der Bundes-CDU zur Angleichung der Vergütung von niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern begrüßt.

"Die Politik muss die ungleiche Honorierung von identischen Leistungen im ambulanten und stationären Bereich endlich angehen", sagte der Vorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch. Trotz der vielen Gesetzesvorhaben habe sich die große Koalition mit den durch die Sektorenbrüche entstehenden Versorgungsproblemen nicht wirklich beschäftigt, kritisierte der KV-Vorstandschef. "Die neuen Impulse des Bundesfachausschusses Gesundheit und Pflege stimmen mich da positiv".

So koste die ambulante Krampfaderentfernung rund 280 Euro, während die Klinik etwa 2004 Euro für die gleiche Leistung erhält. Für die Arthroskopie am Kniegelenk fallen etwa 384 Euro in der ambulanten Versorgung an und 1763 Euro in der stationären Versorgung.

"Es ist an der Zeit, dass wir gemeinsame Wege finden, die Versorgung zu verbessern und die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen", sagte Dr. Jörg Berling, KV-Vorstandsvize.

Die unterschiedliche Vergütung, je nachdem ob eine Leistung ambulant oder stationär erbracht wird, behindere die Überwindung sektoraler Grenzen. "Daher schlagen wir vor, die Honorierung so anzupassen, dass die Fixkosten und die ärztliche Leistung adäquat abgebildet werden", so Berling.

Der Bundesfachausschuss Gesundheit und Pflege der CDU will die sektorenübergreifende Versorgung fördern und denkt unter anderem über die Angleichung der Vergütung für Leistungen im ambulanten und stationären Bereich nach. Das geht aus einem Beschluss des Ausschusses hervor. Wie der Bundesfachausschuss fordert Berling eine einheitliche Vergütung für vergleichbare ambulante und stationäre Leistung – also das Prinzip gleiches Geld für gleiche Leistung. (cben)

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