Ärzte Zeitung online, 19.12.2016

Bayern

KV stockt die Netzförderung kräftig auf

MÜNCHEN. Die KV Bayerns sieht mehr mehr Geld für Praxisnetze vor. Nach dem Honorarverteilungsmaßstab sind 2017 dafür 400.000 Euro vorgesehen, 250.000 sind es im laufenden Jahr.

Nach Angaben des stellvertretenden KV-Vorsitzenden Dr. Pedro Schmelz gibt es inzwischen neun auf der Basisstufe anerkannte Praxisnetze in Bayern – Anfang des Jahres waren es noch vier. Damit wuchs die Zahl der Ärzte in Praxisnetzen von 1000 auf 1800.

Jeder von ihnen erhält einen Netzaufschlag von 125 Euro auf die im HVM geregelten Obergrenzen. Die Anpassung des dafür genutzten HVM-Volumens hat die KV bereits mit den Krankenkassen abgestimmt.

Offene Kapazitäten gibt es außerdem noch beim Budget für die Weiterentwicklung von Praxisnetzen. Der Strukturfonds sieht dafür gegenwärtig insgesamt 600.000 Euro vor. Ein anerkanntes Praxisnetz kann daraus mit 40.000 Euro gefördert werden.

Voraussetzungen: Innerhalb von drei Jahren muss das Netz die Kriterien für die Anerkennung auf Stufe I erfüllen. Zudem muss es ein förderfähiges Projekt umsetzen, mit dem die Versorgung der Patienten verbessert wird. Dazu zählen etwa Angebote in der Heimversorgung, der Geriatrie der und Palliativversorgung.

Ausgeschöpft von den 600.000 Euro sind bisher 280.000 Euro. In vier Netzen werden Telemedizin-Projekte gefördert, in zwei Netzen Angebote der Patienten-Begleitung. Aktuell stünden damit im Strukturfonds noch 240.000 Euro an Mitteln zur Verfügung. (cmb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »