Ärzte Zeitung, 20.12.2016
 

Psychotherapie

Medi und TK legen Selektivvertrag auf

STUTTGART. Verbesserungen in der psychotherapeutischen Versorgung erwarten Medi Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse durch einen neuen Selektivvertrag. Diese Vereinbarung zur "besonderen psychotherapeutischen Versorgung" soll ab April 2017 starten.

Neue Modelle bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen sollen für Therapeuten kürzere Therapien mit häufigen Arzt-Patienten-Kontakten zu Beginn der Behandlung interessanter machen. Auch Gruppentherapien würden aufgewertet, um möglichst vielen Patienten zeitnah eine Behandlung zu ermöglichen.

"Lange Wartezeiten auf eine Psychotherapie gehören bald der Vergangenheit an", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Laut der Vereinbarung sollen Patienten in der Regel nicht länger als zwei Wochen auf einen Termin warten – bisher können dabei Monate vergehen.

Mit dem schnelleren Behandlungsbeginn verbinde sich auch die Perspektive auf eine raschere Rückkehr ins Berufsleben und kürzere Klinikaufenthalte. "Wenn Patienten schneller Licht am Ende des Tunnels sehen, wird die Gefahr einer chronischen Erkrankung deutlich reduziert", sagt Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg.

Kürzere Wartezeiten sollen auch dadurch erreicht, dass Therapeuten freie Therapieplätze ins Internet einstellen. Im Südwesten sind 1,1 Millionen Menschen bei der TK versichert, insgesamt rund 2500 Therapeuten sind in der psychotherapeutischen Versorgung tätig. (fst)

[20.12.2016, 09:02:45]
Barbara Fuchs 
Bearbeitungszeiten für Psychotherapienträge bei der TKK
sehr erstaunlich, was alles "besser" werden soll....wenn bei der TK betriebsintern offenbar selbst der bisherige Mindeststandart teilweise nicht funktioniert ! In den letzten zwei drei Jahren gibt es kaum eine andere Kasse bei der die Bearbeitung von Therapieanträgen so endlos lange dauert (acht Wochen und mehr, dann klappt es nach einigen telefonischen Mahnungen durch den Pat. an die Kasse - gesetzliche Maximalfrist wären sechs Wochen ). An zweiter Stelle mit unendlichen Bearbeitungszeiten stehen BEK und DAK - Und nein, es liegt nicht am jeweiligen Gutachter. Anträge liegen teilweise wochenlang bei der Kasse rum bevor sie an den Gutachter geschickt werden, Eingangsstempel bei der Kasse wird dann oft schon geflissentlich weg gelassen und wenn dann das Schreiben des Gutachters mit Zustimmung da ist, dauert es wieder Wochen bis der Bewilligungbescheid rausgeschickt wird. Die BKKen werden dafür immer schneller, schaffen es in zwei bis max. drei Wochen.
Ein Schelm, wer Böses denkt...kann mir auch nicht vorstellen, dass dies nur meine Erfahrung mit der TKK ist. zum Beitrag »

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