Ärzte Zeitung online, 23.12.2016
 

Rheinland-Pfalz

Zwei Prozent mehr Honorar für 2017

Honorarvolumen für die ärztliche und psychotherapeutische Versorgung legt um 30 Millionen Euro zu.

MAINZ. KV Rheinland-Pfalz und die Krankenkassen im Land haben sich für 2017 auf ein Honorarplus von zwei Prozent geeinigt. Damit stehen für die ärztliche und psychotherapeutische Versorgung 30 Millionen Euro mehr zur Verfügung.

Die Honorarvereinbarung für 2017 sieht im einzelnen vor:

Der Orientierungswert wird zum 1. Januar 2017 um 0,9 Prozent auf 10,53 Cent angehoben. Das bedeutet nach KV-Angaben ein Honorarplus von 11,1 Millionen Euro.

Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung steigt um 0,7383 Prozent – ein Plus von 9,1 Millionen Euro.

In die extrabudgetäre Gesamtvergütung fließen etwa 7,7 Millionen Euro für die Erstellung von Medikationsplänen. Die Anhebung des Orientierungswertes um 0,9 Prozent bedeutet für extrabudgetäre Leistungen laut KV ein Plus von 2,8 Millionen Euro (ohne Mengenentwicklung).

KV-Chefin Dr. Sigrid Ultes-Kaiser beurteilt die Honorarentwicklung für Haus- und Fachärzte in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren positiv. Das hängt ihrer Meinung nach mit der guten Kodierqualität im Land zusammen.

"Ich möchte allen Ärzten danken, die an unserer im Jahr 2012 eingeleiteten Kodierinitiative teilgenommen haben und weiter teilnehmen. Denn die so gewonnenen Daten überzeugen auch die Krankenkassen von der intensiven Patientenversorgung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Zudem wurde so ein gutes Gerüst auch für die Zukunft geschaffen, um die Morbidität der rheinland-pfälzischen Bevölkerung abzubilden", sagt Ultes-Kaiser. (chb)

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