Ärzte Zeitung, 02.02.2017

Psychotherapeuten

Lücke zwischen Bedarf und Versorgung

BERLIN. Die aktuelle DAK-Analyse zum Krankenstand zeigt nach Ansicht der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV), wie wichtig eine "am tatsächlichen Behandlungsbedarf orientierte Bedarfsplanung ist".

Die DAK Gesundheit verzeichnete im vergangenen Jahr 246 Fehltage wegen psychischer Erkrankungen pro 100 Versicherten. Damit hat sich die Zahl in den vergangenen 30 Jahren verdreifacht. Dabei fehlten zwar weniger Beschäftigte wegen psychischer Leiden, aber die betroffenen Patienten waren länger als in den Jahren zuvor krankgeschrieben.

"Wir müssen diesem Trend mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenwirken", fordert die DPtV-Vorsitzende Dr. Barbara Lubisch. Es würden offensichtlich zu wenige Menschen mit den vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten erreicht. Ziel müsse es sein, den Betroffenen bei entsprechenden Arbeitsunfähigkeitszeiten auch eine psychotherapeutische Behandlung anbieten zu können. Gerade in Regionen wie Ostdeutschland, dem Ruhrgebiet und vielen ländlichen Regionen sei die Psychotherapeutendichte zu gering, obwohl dort die meisten Fehltage registriert würden. (chb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Seelenklempner Stress bewältigen

Einen Sonntagsblues kennen sie nicht, denn montags ist Chorprobe: In Berlin singen Psychiater, Psychologen und Neurologen seit Jahren gemeinsam in einem außergewöhnlichen Chor. mehr »

Anti-Aging klappt – mit dem richtigen Sport

Wer sein Leben mit Hilfe von Sport verlängern will, sollte auf Sport setzen – und dabei vor allem auf eine Trainingsform, wie eine saarländische Studie jetzt nahelegt. mehr »

Cannabis ist weiter meistkonsumierte Droge

Sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen nimmt Cannabis unter den illegalen Drogen weiterhin die prominenteste Rolle ein. Das geht aus dem DBDD-Jahresbericht hervor. mehr »