Ärzte Zeitung online, 27.03.2017

Sachsen

Mehr Ärzte, aber weniger Praxen

DRESDEN. Die Zahl der praktizierenden Ärzte in Sachsen ist 2016 um 373 auf 17.303 gestiegen, wie die Ärztekammer in Dresden mitteilt. Insbesondere im ambulanten Bereich fehlen Haus- und Fachärzte, da immer mehr Mediziner in Teilzeit arbeiten, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. So gab es vor zehn Jahren noch 5794 Ärzte mit einer eigenen Praxis, Ende 2016 waren es 5339. Das ist ein Rückgang von 8,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der in Praxen angestellten Ärzten vervierfacht: von damals 350 auf nun 1418 angestellte Ärzte an.

"Bedenklich" sei diese Entwicklung vor allem für ländliche Regionen, so Kammerpräsident Erik Bodendieck. Er warb für eine aktive Nachwuchsgewinnung und den Ausbau von eHealth-Projekten. (lup)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19081)
Personen
Erik Bodendieck (46)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »