Ärzte Zeitung online, 10.04.2017
 

Berlin

Kammer komplettiert Führungsriege

Berlin. Die Ärztekammer Berlin hat eine neue Vizepräsidentin. Die Delegiertenversammlung hat am Mittwochabend die niedergelassene Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Dr. Regine Held zur Kammervize gewählt. Held war die einzige Kandidatin. Sie erhielt 29 von 40 abgegebenen Stimmen bei sieben Enthaltungen und vier Gegenstimmen.

Die 59-Jährige löst den 68-jährigen Augenarzt Dr. Elmar Wille ab. Wille hatte sein Amt am 4. April aus Gründen des Alters und der Gesundheit niedergelegt (wir berichteten). Er war 18 Jahre lang Kammervize in Berlin und vereinte bei den Kammerwahlen mehrmals in Folge die meisten persönlichen Stimmen auf sich. Wille bleibt Mitglied der Delegiertenversammlung. Auch sein Amt als Vorsitzender der Vertreterversammlung des Versorgungswerks Berliner Ärzte übt er weiter aus.

Die Delegierten begleiteten Willes Abschied aus dem Amt mit stehenden Ovationen. Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz dankte seinem langjährigen Vize "für die konsensorientierte, von gemeinsamen ärztlichen Werten geprägte Zusammenarbeit". Der neuen Vizepräsidentin wünschte er "eine glückliche Hand in ihrer neuen Verantwortung gegenüber den Ärztinnen und Ärzten in Berlin".

Held ist wie Wille Mitglied der Liste Allianz Berliner Ärzte, die bei der letzten Kammerwahl jedoch ohne den Hartmannbund angetreten war. Seit 1991 ist die HNO-Ärztin in Berlin-Weißensee niedergelassen. Dem Kammervorstand gehört sie seit 1999 an. Als Vorsitzende des Ausschusses Medizinische Fachberufe und des Berufsbildungsausschusses ist sie in der Kammer bislang zuständig für die Ausbildung medizinischer Fachangestellter.

Die Wahl Helds zur Vizepräsidentin machte eine Nachwahl für den Kammervorstand nötig. Den freigewordenen Posten nimmt der 54-jährige Reproduktionsmediziner Dr. Matthias Blöchle ein, der ebenfalls der Liste Allianz Berliner Ärzte angehört. Er erhielt nur eine knappe Mehrheit von 21 Stimmen, weil die Fraktion Gesundheit, die traditionell die Opposition in der Kammerversammlung stellt, seine Wahl nicht unterstützte.(ami)

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