Ärzte Zeitung online, 25.08.2017
 

Systemische Therapie

Therapeuten erfreut über IQWiG-Studie

BERLIN. Vertragspsychotherapeuten haben positiv auf einen Prüfbericht des IQWiG zur Systemischen Therapie reagiert. In seiner ersten Bewertung eines Psychotherapieverfahrens hat das Institut bei Patienten mit Angst- und Zwangsstörungen sowie bei Schizophrenie "einen Hinweis auf einen Nutzen" im Vergleich zu keiner Behandlung festgestellt.

Positiv bewertet der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), dass das IQWiG den Nutzen nach vier Abstufungen (Nachweis, Hinweis, Anhaltspunkt und kein Anhaltspunkt) bewertet. Außerdem seien patientenrelevante Endpunkte wie die Verbesserung der Lebensqualität berücksichtigt worden. Angesichts dieses Vorgehens sieht der bvvp den Gemeinsamen Bundesausschuss herausgefordert, seine bisherige Bewertungspraxis zu überdenken.

Die Systemische Therapie ist vor neun Jahren vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie des GBA wissenschaftlich anerkannt worden. Um als GKV-Leistung erstattet zu werden, muss jedoch auch ihr Nutzen nachgewiesen sein. Bisher seien Verfahren vom GBA "verkürzt fast ausschließlich nach Wirksamkeitsnachweisen bewertet worden, nicht aber nach dem Patientennutzen", sagt Ariadne Sartorius vom bvvp. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »