Ärzte Zeitung online, 17.10.2017

Heilpraktiker-Ausbildung

Kammer Sachsen bezieht Stellung

DRESDEN. In der Debatte um die Kritik an der Ausbildung von Heilpraktikern hat die Sächsische Landesärztekammer Stellung bezogen. "Die Aus-, Weiter- und Fortbildung von Ärzten und Heilpraktikern weist erhebliche Unterschiede auf, weshalb die Kritik nicht ganz unberechtigt ist", sagt Kammerpräsident Erik Bodendieck. Dabei bezieht er sich auf die Kritik von 17 Experten aus dem Gesundheitsbereich (Münsteraner Kreis), die eine umfassende Reform des Heilpraktikerberufes fordern. Sie kritisieren, dass die Methoden unwissenschaftlich seien und die Ausbildung unzureichend sei.

Die Qualifikationsanforderungen zwischen den beiden Berufsgruppen, die beide Heilkunde betreiben, dabei aber nicht dieselben Pflichten haben, können nach Ansicht der Kammer größer nicht sein. "Wer Heilkunde am Menschen ausübt, bedarf einer fundierten wissenschaftlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie Qualitätssicherung seiner Arbeit", betont Bodendieck. (sve)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wann Bergsteigen fürs Herz schädlich ist – und wann nicht

Forscher haben Studien zu herzkranken Bergsteigern ausgewertet und geben Tipps, was Ärzte bei welcher Krankheit beachten müssen. mehr »

Deutlich mehr Masernfälle in der Europäischen Region

In der Europäischen Region der WHO gab es 2017 eine Zunahme der Masernfälle um 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. mehr »

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitsinformationen sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich künftig ändern. mehr »