Ärzte Zeitung online, 07.11.2017

Berufsordnung geändert

Bayerischer Ärztetag präzisiert Doku-Pflichten

MÜNCHEN. Auf Beschluss des Bayerischen Ärztetages soll die Berufsordnung für Ärzte mit Blick auf Dokumentationspflichten geändert werden. Danach sollen Patienten jederzeit ihre Akte sehen dürfen, es sei denn "erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter" stünden dem entgegen.

Der Arzt habe zudem die Möglichkeit, einzelne Aufzeichnungen auszunehmen, "wenn sein Interesse am Schutz seines Persönlichkeitsrechts das Interesse des Patienten an der Einsichtnahme überwiegt". Der neue Paragraf soll ab Anfang 2018 gelten.

Der Änderung waren Rechtsstreitigkeiten vorausgegangen: Der Ärztetag und das Gesundheitsministerium vertraten unterschiedliche Auffassungen, ob die Regelung Patientenrechte ausreichend berücksichtigt. (cmb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »