Ärzte Zeitung online, 07.11.2017
 

Freie Ärzteschaft

Budgets und Regresse müssen weg!

NEU-ISENBURG. Auch die Freie Ärzteschaft (FÄ) reiht sich in den Chor der Verbände ein, die von einer neuen Regierung die Abschaffung der Budgetierung im ambulanten Bereich fordern. "Die ambulante Medizin in den Arztpraxen wird immer weiter an die Wand gedrückt", so der FÄ-Vorsitzende Wieland Dietrich. "Wir brauchen dringend eine Kehrtwende, damit wir unsere Patienten wieder so behandeln können, wie diese es brauchen."

Dazu gehört nach Meinung des FÄ neben einer attraktiven Vergütung ambulanter Leistungen in festen Eurobeträgen, die Abschaffung von Regressen und die klare Maßgabe "ambulant vor stationär" in der Versorgung. Um die Versorgungsengpässe zu bewältigen, müsse die Tätigkeit niedergelassener Ärzte "auf breiter Ebene" attraktiver werden. "Die derzeit diskutierten planwirtschaftlichen Versuche, durch Zwang oder Hausarztquoten für Medizinstudenten Abhilfe zu schaffen, werden weitgehend scheitern", warnte Dietrich.

Ein weiterer, alt bekannter Punkt auf der Forderungsliste der FÄ an die neue Bundesregierung ist die "sofortige Einstellung des milliardenschweren Pleiteprojekts elektronische Gesundheitskarte". Gegen die Gesundheitskarte positioniert sich der Verband bereits seit Jahren.

Die FÄ zählt nach eigenen Angaben mehr als 2000 Mitglieder, vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte. (reh)

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