Ärzte Zeitung online, 13.12.2017

Brandenburg

Gute Honorar-Nachricht für Hausärzte

Hausärzte in Brandenburg erhalten volle Vergütung – über das Regelleistungsvolumen hinaus.

POTSDAM. Die Hausärzte in Brandenburg haben im zweiten Quartal dieses Jahres auch diejenigen Leistungen voll vergütet bekommen, die sie über ihr Regelleistungsvolumen (RLV) hinaus erbracht haben. Das geht aus den aktuellen Informationen der KV Brandenburg zur Honorarverteilung hervor.

Durchschnittlich überschritten die Brandenburger Hausärzte ihr RLV um rund sieben Prozent. Bei Fachärzten lag die Überschreitung im Schnitt bei rund 22 Prozent. Sie erhielten für die zusätzlichen Leistungen aus der Morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (MGV) aber nur 45,9 Prozent des Orientierungspunktwerts.

"Wir haben in Brandenburg bei den MGV-Leistungen unterschiedliche Finanzierungsquoten. Die gesetzlich vorgeschriebene Förderung des hausärztlichen Versorgungsbereichs ist weitgehend umgesetzt. Bei den Fachärzten haben wir Nachholbedarf", erläuterte der Brandenburger KV-Chef Dr. Peter Noack im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Insgesamt verteilte die KVBB im zweiten Quartal 2017 eine Honorarsumme von 212,6 Millionen Euro für die MGV und weitere 82,9 Millionen Euro außerhalb der MGV an die Brandenburger Ärzte. Nachdem die Versichertenzahlen lange rückläufig waren, verzeichneten die Krankenkassen in Brandenburg für das zweite Quartal dieses Jahres 1,2 Prozent mehr Versicherte als ein Jahr zuvor.

Aus der MGV flossen 92,8 Millionen Euro in den Honorarfonds der Hausärzte und 88,6 Millionen in den der Fachärzte. 4,5 Millionen Euro standen für die fachärztliche Grundversorgung (PFG) zur Verfügung.

In den Bereitschaftsdienst flossen 5,7 Millionen Euro, ins Labor 19,2 Millionen. Die Mittel für das Labor reichten jedoch nicht aus, so dass die KVBB sie um 1,1 Millionen Euro aus Rückstellungen ergänzt hat. Nicht ausgeschöpft wurden dagegen die Mittel zur Förderung der zeitnahen Vermittlung von Arztterminen. (ami)

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