Ärzte Zeitung, 18.01.2018

Kommentar

Neugedachte Behandlung – ein Dienst am Krebspatienten

Von Wolfgang van den Bergh

Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Die komplexe Versorgung Krebskranker soll durch die koordinierte Zusammenarbeit der behandelnden Ärzte verbessert werden. Im Zentrum stehen Belegärzte, die sich in einem Netzwerk zusammenschließen. Darauf haben sich KBV, Berufsverband niedergelassener Hämatologen und Onkologen sowie Bundesverband der Belegärzte verständigt.

Eine solche Vereinbarung kann nur ein erster Schritt sein. Weitere Versorgungsbereiche wie etwa die psychoonkologischen und pflegeonkologischen Betreuungsdienste sollten integriert werden.

Und spätestens hier kommen Hausärzte ins Spiel, für die, wie KBV-Vize Hofmeister richtig sagt, die belegärztliche Tätigkeit eine zunehmend größere Rolle spielen wird. Denn sie kennen das soziale Umfeld des Patienten und die sozialen Dienste.

Es ist ein erster Schritt, aber ein wichtiger, um den Worten über eine sektorübergreifende Versorgung endlich Taten folgen zu lassen. Wenn, ja, wenn die Krankenkassen bereit sind, das auch zu finanzieren. Viel zu oft sind solche positiven Ansätze just am Geld gescheitert.

Wie wäre es denn, wenn sich die Politik um solche echten versorgungsrelevanten Themen kümmerte, als sich an ideologisch besetzten Begrifflichkeiten abzuarbeiten?

Lesen Sie dazu auch:
Krebsversorgung aus einer Hand: Der Belegarzt – KBV und Onkologen präsentieren neuen Teamplayer

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