Ärzte Zeitung online, 03.03.2018

Brandenburg

Ärztekammer will deutsche Examen sehen

Landesärztekammer hält Kenntnisprüfung für ausländische Mediziner für nicht ausreichend.

POTSDAM. Ärzte aus Nicht-EU-Staaten sollten für eine Approbation in Deutschland künftig das zweite und dritte deutsche Staatsexamen nachweisen. Das fordert die Landesärztekammer Brandenburg in der Diskussion um eine Vereinfachung des Zugangsverfahrens. "Wir müssen durchsetzen, dass ausländische Ärzte, die nicht aus EU-Staaten stammen, das zweite und dritte deutsche Staatsexamen ablegen, um in Deutschland approbiert zu werden" sagt Frank-Ullrich Schulz, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg. Kammervize Dr. Hanjo Pohle ergänzt: "Es muss in erster Linie immer um das Wohl des Patienten gehen, der ein Recht auf die bestmögliche Behandlung und auf einheitliche Qualitätsstandards hat."

Derzeit müssen die Approbationsbehörden in jedem Einzelfall prüfen, ob der Abschluss des jeweiligen Landes mit dem deutschen Abschluss gleichgesetzt werden kann. Diese Gleichwertigkeitsprüfungen sind nach Angaben der märkischen Kammer sehr aufwändig. Zudem vertritt die Kammer die Auffassung, dass die derzeit durchgeführten Kenntnisprüfungen nicht ausreichen würden, um tatsächlich die in Deutschland geforderten hohen Qualitätsansprüche widerzuspiegeln.

Die Ärztekammer Brandenburg spricht sich für ein bundeseinheitliches Überprüfungsverfahren aus. Das kann nach ihrer Auffassung nur mit dem Nachweis des zweiten und dritten deutschen Staatsexamens umgesetzt werden.Die Kammer verweist darauf, dass in den USA seit langem als Arzt nur zugelassen werde, wer den US-amerikanischen Hochschulabschluss in Humanmedizin erfolgreich absolviert hat, ungeachtet dessen, ob der Bewerber einen gültigen Hochschulabschluss im Herkunftsland erworben habe. (ami)

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