Ärzte Zeitung online, 05.03.2018

BÄK-Präsident

Spahns Ansatz stimmt

NEU-ISENBURG. Den Plan des künftigen Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU), eine gleich schnelle Vergabe von Arztterminen an Kassen- und Privatpatienten zu erreichen, hält BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery für ein "hehres Ziel". Zu 100 Prozent werde man es sicher nicht gewährleisten können.

Dennoch erklärte er gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland": "Jens Spahn hat den richtigen Weg aufgezeigt: Er hat für eine bessere Bezahlung in der gesetzlichen Versorgung plädiert." Montgomery machte in dem Gespräch aber auch deutlich, dass er eine Angleichung der Honorare für die Behandlung gesetzlich und privat Versicherter ablehnt. Laut Montgomery ist das auch nicht unbedingt das Ziel der im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehenen Kommission, die Vorschläge für ein modernes Vergütungssystem erarbeiten soll.

"Eine Angleichung der Honorarsysteme ist damit aber nicht gemeint", sagte er. "Das wäre ja die Bürgerversicherung durch die Hintertür."(eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Zoster-Impfempfehlung für Senioren und chronisch Kranke!

Gürtelrose ist weit verbreitet und die Therapiemöglichkeiten gegen die neuropathischen Schmerzen sind begrenzt. Die STIKO rät daher nun zum Impfschutz in Risikogruppen. mehr »

Widerspruchsregelung spaltet Ethikrat

Auch im Deutschen Ethikrat wird über die Organspende kontrovers diskutiert: Manche Mitglieder sehen eine Widerspruchslösung pragmatisch und als zumutbar für die Bürger, andere Probleme mit der Verfassung. mehr »