Ärzte Zeitung online, 15.03.2018

Kommentar

Notruf für den Notfalldienst

Von Wolfgang van den Bergh

vdb

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Eigentlich hatte die neue alte große Koalition darauf gesetzt, die Reform der Notfallversorgung zügig zu beschließen. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: KVen und Landeskrankenhausgesellschaften stellen in gemeinsamer Finanzverantwortung die Notfallversorgung sicher. Notfallleitstellen und integrierte Notfallzentren sollen aufgebaut werden.

Das alles sollte geschehen im Vertrauen darauf, dass der Gemeinsame Bundesausschuss mit seinem Stufenkonzept den Gordischen Knoten durchschlägt. Daraus scheint wohl nichts zu werden.

Hintergrund: Nicht jede Klinik wird das Anforderungsprofil erfüllen können, dass der GBA in den vergangenen Monaten erarbeitet hat. Will heißen, sind die Hürden zu hoch, werden Kliniken ihre Notaufnahmen dicht machen.

Bundesärztekammer (BÄK) und Marburger Bund befürchten einschneidende Auswirkungen auf die Versorgung. Eine Folgenabschätzung sei dringend erforderlich. Frage: Warum fällt das jetzt erst auf?

GBA-Chef Hecken kocht vor Wut und vermutet dahinter ein durchsichtiges Zeitspiel. Einen runden Tisch lehnt er kategorisch ab. Im Laufe des Tages hat sich die Tonart zwischen BÄK und GBA verschärft. Zu befürchten ist, eine schnelle Lösung wird es nicht geben. Muss jetzt wieder die Politik ran?

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