Ärzte Zeitung online, 12.04.2018

Bereitschaftsdienst

Berlin hört jetzt auch auf die 116.117

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in der Hauptstadt ist künftig unter der bundeseinheitlichen Nummer erreichbar.

BERLIN. Auch die KV Berlin stellt ihre Telefonnummer für den Bereitschaftsdienst um: Seit April ist er unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 zu erreichen. Die bisherige Rufnummer wird Schritt für Schritt vom Netz genommen. Damit, teilte die KV mit, wolle man dazu beitragen, dass für die Ärztlichen Bereitschaftsdienste aller Kassenärztlichen Vereinigungen eine gemeinsame Nummer gelte – "egal, wo in Deutschland der Anruf ausgelöst wird", sagte Dr. Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Berlin. Parallel dazu will die KV die Patienten verstärkt darüber aufklären, wann die 116117 anzurufen ist.

Die KV-Leitstelle, die die Anrufe entgegennimmt, ist rund um die Uhr besetzt. Sie leitet die Patienten weiter, je nach Bedarf an die Praxen der Niedergelassenen oder die Notdienstpraxen, an den fahrenden Bereitschaftsdienst oder die Rettungsleitstelle. Die KV-Leitstelle ist mit Beratungsärzten besetzt. Sie sind Montag, Dienstag und Donnerstag von 20 bis 0.30 Uhr, am Mittwoch und Freitag von 13.30 bis 0.30 Uhr sowie an den Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 0.30 Uhr erreichbar.

Die KV plant, im Zuge der Reorganisation des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes die ärztliche Präsenz in der Leitstelle weiter zu erhöhen. Beratungsärzte mit Facharztstatus sollen dort künftig von etwa acht bis 24 Uhr zur Verfügung stehen, unterstützt von kompetentem nichtärztlichen Personal. Ganz oben auf der Agenda der KV steht ferner, das Netz der Notdienstpraxen auszubauen. (juk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So will Deutschland den Zuckerberg bezwingen

Zu viel und zu schlecht gekennzeichnet: Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesunde Ernährung unnötig, so die Kritik beim 2. Zuckerreduktionsgipfel. mehr »

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »