Ärzte Zeitung online, 25.04.2018

Umfrage

Homöopathie auf der Abschussliste?

Es ist einer der Top-Punkte auf der Agenda des Deutschen Ärztetags in Erfurt: Die Zusatzbezeichnung Homöopathie. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Homöopathie auf der Abschussliste?

© Diez, O. / Arco Images GmbH / picture alliance

NEU ISENBURG. Der Ärztetag in Erfurt könnte die Zusatzbezeichnung Homöopathie für Mediziner kippen. Wir wollen daher in einer Kurzumfrage im Vorfeld des Ärztags wissen, wie Sie dazu stehen. Ihre Meinung ist gefragt. ZurUmfrage

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[29.04.2018, 16:49:05]
Elisabeth Schwenzer-Hanatschek 
Antwort auf Beitrag - Dr. Claudia Nowack: "Nix dran, weil nix drin. Bringt aber Geld. Allerdings den Dreisten. "
Falls Sie den Frust Ihrer fehlenden Anerkennung durch das System an uns Homöopathen ausleben wollen, dann suchen sie doch bitte einen Therapeuten für eine traumatische Belastungsstörung auf. Es sollte Ihnen nicht entgangen sein, dass die „Kuschelecke“ in den meisten Fällen von den GKV Patienten/innen selbst bezahlt wird und nicht etwa von den Ersatzkassen, insofern erleiden Sie keinen finanziellen Verlust.

Was die Patienten wollen: ist die „Kuschelecke“ in der ihnen auch mal jemand zuhört, wobei die in vielen Fällen für die Diagnosestellung förderlich ist.

Leider bringt das momentane geräteorientierte bzw. onkologisch dominierte und pharmazeutisch gesteuerte pekuniäre System keinerlei Vorteil für die Patienten in der Basisversorgung und auch für Sie als Kollegin in Ihrer täglichen Arbeit nicht.

Statt aber eine Richtung der Medizin anzugreifen, die, trotz Ihrer Vorbehalte, wirksam ist, sollten Sie vielleicht mal die tatsächlichen Feinde und Abzocker in diesem System attackieren.
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[29.04.2018, 00:00:41]
Curt Kösters 
Homöopathie @Dr. Claudia Nowack
Verehrte Kollegin! - Eine Neiddebatte ist hier überflüssig. Die 90 € für eine Erstanamnese sind mit einer Zeitvorgabe von min. 60 min verknüpft. Haben Sie in Ihrer Praxis einen Umsatz von <90€/Stunde?
Und die Evidenz sieht etwas besser aus, als Sie meinen. Vgl. Forschungsreader bei WissHom: (www.wisshom.de/index.php?menuid=102)
Zitat: "Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel."
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[26.04.2018, 12:40:25]
Dr. Angelika Eibach-Bialas 
Homöopathie hat sich in vielen Bereichen bewährt
In der Behandlung von Kindern und bei manchen chronischen Leiden hat sich aus meiner Erfahrung die Homöopathie sehr bewährt. Ich sehe immer wieder deutliche Erfolge. Das Argument, dass in den Homöopathika ja "nichts mehr drin" sei, hat sich seit der Entdeckung der Wirksamkeit von wenigen Nanopartikeln in biologischen Organismen inzwischen relativiert. Akkupunktur galt ja auch als rein suggestives Verfahren bis man mit Hilfe neuer Bildgebungsverfahren nachweisen konnte, dass bei Stimulierung bestimmter externer Druckpunkte die entsprechende repräsentante Hirnregion eines Organs aktiviert wird. zum Beitrag »
[26.04.2018, 12:04:51]
Heidemarie Heubach 
Arrogante Ablehnungsversuche zwecks Konkurrenzdezimierung
wird die Nachfrage nach den segensreichen Wirkungen der Homöopathie nicht verhindern können, sondern eher das Gegenteil bewirken: noch mehr Menschen werden sich von ausschließlich naturwissenschaftlich-pharmazeutisch und eigenem Finanzvorteil orientierten Ärzten abwenden. Ist dieses Eigentor wirklich wünschenswert oder sollte nicht besser auch in der ärztlichen Medizin eine Vielfalt der Angebote für eigenverantwortliche Patienten bestehen bleiben ? zum Beitrag »
[26.04.2018, 10:35:32]
Dr. Claudia Nowack 
Nix dran, weil nix drin. Bringt aber Geld. Allerdings den Dreisten.
Homöopathie ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine finanzstarke dreiste kleine Lobby nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch Standesvertreter und Politiker zu Narren hält. Arzneimittel ohne Wirkstoff - geht's noch? Der homöopathische Wissenschaftsbetrieb richtet sich mit seiner Inszenierung angeblicher Wirksamkeitsnachweise werbewirksam an ein wissenschaftsmethodisch naives Publikum. Man zieht keine Konsequenzen aus den ganz und gar nicht überzeugenden Resultaten und en einstimmig negativen Beurteilungen unabhängiger Wissenschaftler. Warum? Die Ärztekammern verleihen doch die Prüfplakette! Außerdem bringt Homöopathie viel Geld. Was also soll daran falsch sein? Sorry, aber wir anderen Ärzte möchten auch mal fürs Kuscheln bezahlt werden. 90 € für eine Erstanamnese über die 13 € Quartalspauschale hinaus, davon kann der echte Arzt nur träumen. Leider ist echte Medizin unter Zeitdruck kaum besser als die H-Quacksalberei. zum Beitrag »
[25.04.2018, 16:05:52]
Dr. Sigrid Geldmeyer 
Homöopathie
Auch wenn die Wirkung von Homöopathika naturwissenschaftlich nicht nachvollziehbar ist (zumindest wohl bisher), überzeugt doch deren Wirkung. In der Anwendung bei Tieren kommt man völlig ohne Suggestivkräfte aus und hat dennoch Erfolg.
Nur wenn ich etwas nicht verstehe, muss ich es nicht abschaffen. zum Beitrag »
[25.04.2018, 14:52:05]
Dr. Rüdiger Vogel 
Homöopathie auf der Abschussliste
Nein, diejenigen, die sich entsprechend fortgebildet haben sollen weiterhin die Zusatzbezeichnung Homöopathie führen dürfen, aber viel wichtiger ist, endlich die separate Gebührenordnung für Heilpraktiker bei den Beihilfeempfängern abzuschaffen. Schließlich gilt doch auch hier das Wirtschaftlichkeitsgebot. zum Beitrag »

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