Ärzte Zeitung online, 29.06.2018

Brief des Hausärzteverbands

Eiszeit bei 30 Grad im Schatten

Kommentar von Wolfgang van den Bergh

vdb_7471641-P.jpg

Schreiben Sie dem Autor vdb@springer.com

Nein, der Pulverdampf hat sich nicht verzogen. Im Gegenteil: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. So oder so ähnlich muss man den soeben veröffentlichten Brief von Hausärztechef Ulrich Weigeldt an den GKV-Spitzenverband verstehen.

Weigeldt wirft den Kassen Anmaßung vor, weil sie darüber bestimmen wollten, wie Kollegen ihren Arbeitsalltag in Praxen zu organisieren hätten. Dabei spielt der Hausärztechef auf die Forderungen der Kassen an, ihre Sprechzeiten insbesondere am Wochenende auszuweiten. Zudem würde der Versuch unternommen, Ärzte und Patienten gegeneinander auszuspielen. Man verbitte sich weitere Schuldzuweisungen. Eiszeit bei 30 Grad im Schatten.

Man fragt sich, wie in einer solchen Atmosphäre sachlich über die Weiterentwicklung der Versorgung geredet werden soll. Klar ist: Beide Seiten brauchen sich. Und das schon ab nächster Woche, wenn über das neue Gutachten der Gesundheitsweisen zu diskutieren sein wird. Vielleicht hilft das Wochenende zum Durchschnaufen.

Lesen Sie dazu auch:
Hausärzteverband sauer: Angriff auf den freien Arztberuf

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »