Ärzte Zeitung online, 11.07.2018

Sachsen

Grüne fordern mehr Hilfe für Hebammen

DRESDEN. Den von der sächsischen Landesregierung beschlossenen Gründungszuschuss für Hebammen halten die Grünen für nicht ausreichend. "Der Zuschuss allein reicht nicht", kritisierte Volkmar Zschocke, Fraktionsvorsitzender der Grünen im sächsischen Landtag. Nach dem Regierungsbeschluss sollen Hebammen und Entbindungspfleger eine Finanzspritze von 5000 Euro erhalten, wenn sie "erstmals oder wieder" eine freiberufliche Tätigkeit in Sachsen aufnehmen.

Ausgezahlt werden soll der Gründungszuschuss von der Sächsischen Aufbaubank.Die Grünen verlangen weitere Maßnahmen und Zuschüsse, damit außerklinische Geburten möglich sind, vor allem in Regionen mit einem Mangel an Angeboten. "Die Wahlfreiheit der Eltern über den Geburtsort muss in allen Regionen Sachsen sichergestellt werden", ergänzt Zschocke.

Zu den Forderungen zählen finanzielle Entlastungen bei der Berufshaftpflichtversicherung, gezielte Förderungen für Hebammen, die ausbilden, sowie Zuschüsse für Geburtshäuser und außerklinische Geburten. (sve)

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