Ärzte Zeitung online, 28.10.2008

EU-Sozialkommissar verteidigt geplantes generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz

HAMBURG (dpa). EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla hat sein Vorhaben, das Rauchen an Arbeitsplätzen generell zu verbieten, gegen Kritik verteidigt. "Mein Ziel ist es, die Arbeitnehmer in ganz Europa so gut wie möglich zu schützen. Das geht am besten mit einer einheitlichen Regelung", sagte Spidla.

Es sei vertraglich geregelt, dass die EU-Kommission die Maßnahmen der Mitgliedstaaten beim Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz unterstützen und ergänzen könne, sagte Spidla dem "Hamburger Abendblatt" und verwies auf die unterschiedlichen Vorschriften in Deutschland. Und das sei auch nötig.

Spidla bekräftigte: "Hier geht es nicht um Gängelung, hier geht es um Schutz. Dass Arbeitnehmer in Gaststätten zum Mitrauchen gezwungen werden, ist nicht hinzunehmen."

Der tschechische Kommissar widersprach dem Vorwurf, die Existenz von Gastwirten zu gefährden. Es würden keine Kneipenbesitzer in den Ruin getrieben.

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