Ärzte Zeitung online, 30.04.2009

Zu dick für Neuseeland

WELLINGTON (dpa). Wegen ihres Übergewichts darf eine 51 Jahre alte britische Krankenschwester nicht in Neuseeland leben. Wie neuseeländische Medien am Donnerstag berichteten, wurde ein entsprechender Antrag der 134-Kilo-Frau, der ein Job in einem Altenheim angeboten worden war, von der Einwanderungsbehörde abgelehnt.

Als Begründung wurde ihr Body-Mass-Index von 55,2 angeführt, der auf eine krankhafte Fettsucht hindeute. Die Behörde befürchtet, dass dadurch in den kommenden vier Jahren möglicherweise medizinische Behandlungskosten in Höhe von 25 000 neuseeländischen Dollar (ca. 10 800 Euro) auf den Steuerzahler zukommen könnten.

Ein Widerspruch der Frau gegen den Bescheid, in dem sie auch darauf hinwies, dass ihr Gewicht und ihr Taillenumfang von 131 Zentimetern sie bislang nicht davon abgehalten hätten, mehr als 60 Stunden pro Woche zu arbeiten, wurde abgelehnt. Nach einer Studie des Gesundheitsministeriums ist mehr als ein Drittel der Neuseeländer übergewichtig, ein Viertel gilt als fettleibig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »