Ärzte Zeitung, 17.06.2009

Bekannte Gesichter im Europäischen Parlament

Die Mehrzahl der deutschen Gesundheitspolitiker schafft den erneuten Einzug

BRÜSSEL(spe). Die Europawahl hat kaum personelle Veränderungen gebracht, was die gesundheitspolitische Vertretung der einzelnen Parteien im künftigen Europäischen Parlament (EP) betrifft.

So werden für die CDU/CSU-Gruppe auch in den kommenden fünf Jahren die Juristin Anja Weisgerber (CSU) sowie die beiden Ärzte Thomas Ulmer und Peter Liese (CDU) im EP in der europäischen Gesundheitspolitik mitwirken. Während sich die beiden Christdemokraten vor allem mit Themen wie grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung, Arzneimittel, Bioethik und Medizintechnik befassen, liegt der Schwerpunkt von Weisgerber beim Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern in medizinischen Einrichtungen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP im EP, Holger Krahmer, schaffte ebenfalls den Einzug ins Parlament. Dagegen wird Hiltrud Breyer von den Grünen dem EP künftig nicht mehr angehören. Die Berliner Abgeordnete kehrt der EU somit nach 20 Jahren Tätigkeit in Brüssel und Straßburg den Rücken.

Bei den Sozialdemokraten sollen die als "Mutter der Dienstleistungsrichtlinie" bekannt gewordene Abgeordnete Evelyne Gebhardt sowie die Berliner SPD-Frau Dagmar Roth-Behrendt weiter die Schwerpunkte für eine sozial ausgerichtete europäische Gesundheitspolitik setzen.

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