Ärzte Zeitung online, 28.08.2009

OP-Saal auf Sizilien geschlossen - Unfallopfer tot

ROM (dpa). Weil der Operationssaal eines staatlichen Krankenhauses in Sizilien wegen Personalmangels geschlossen war, ist ein 23-jähriges Unfallopfer gestorben. Der junge Mann verblutete auf dem Weg in ein anderes, weitab gelegenes Hospital, wie die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag berichtete.

Sein Vater kettete sich daraufhin vor dem Krankenhaus "Santo Stefano" in dem Ort Mazzarino bei Caltanissetta an und Mitbürger blockierten aus Protest eine Landstraße.

Das Krankenhaus hatte den OP geschlossen, weil aufgrund von Sparmaßnahmen zu wenig Mitarbeiter zur Verfügung standen. Die Einsparungen waren kurz zuvor von der Region Sizilien abgesegnet worden. Durch den nationalen Sparplan für das Gesundheitswesen, mit dem ein Loch von fast vier Milliarden Euro gestopft werden soll, könnten innerhalb von fünf Jahren bis zu 25 000 Krankenhausbetten wegfallen. Die Krankenhäuser in Mittelitalien und im Süden sind besonders hoch verschuldet und müssen Kapazitäten abbauen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitsinformationen sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich ändern. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »