Ärzte Zeitung online, 09.11.2009

WHO-Gesundheitsfürsorge für Frauen weiter mangelhaft

GENF (dpa). Die weltweit häufigsten Todesursachen für Frauen von 15 bis 45 Jahren sind Aids, Probleme im Zusammenhang mit Schwangerschaften und Tuberkulose. Das geht aus einer am Montag in Genf vorgelegten Studie der WHO mit dem Thema "Frauen und Gesundheit" hervor.

Obwohl Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer haben, ist die Gesundheitsfürsorge für sie weltweit noch immer mangelhaft, schreibt die WHO. Für Frauen über 45 Jahre gelten demnach vor allem der Herzinfarkt und Schlaganfälle, die häufig als "Männerkrankheiten" bezeichnet werden, als häufigste Todesursachen.

Da Frauen eine um sechs bis acht Jahre höhere Lebenserwartung als Männer haben, stellen sie auch einen immer größer werdenden Teil der älteren Bevölkerung, berichtet die WHO. Dies müssten auch die Gesundheitspolitiker berücksichtigen.

Wenn es auch einige biologische Gesundheitsvorteile für Frauen gebe, so litten diese jedoch unter einem zumeist niedrigerem sozialen und wirtschaftlichen Status. Den Frauen müsse weltweit so die Chance gegeben werden, ein gesünderes Leben führen zu können.

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