Ärzte Zeitung online, 08.12.2009

Millionen US-Bürger trinken verseuchtes Wasser

WASHINGTON (dpa). Millionen von US-Bürgern bekommen einem Medienbericht zufolge seit Jahren verschmutztes Trinkwasser aus ihrer Leitung. Wie die "New York Times" am Dienstag berichtete, missachteten mindestens 20 der landesweiten Wasserversorger die nationalen Sicherheitsbestimmungen.

Die Analyse von Daten habe ergeben, dass seit 2004 mindestens 49 Millionen US-Bürger hohe Konzentrationen von schädlichen oder radioaktiven Substanzen sowie von Krankheitserregern mit dem Leitungswasser ins Haus geliefert bekommen hätten.

Zwar seien die Kontrollbehörden in vielen Fällen alarmiert worden, hätten jedoch nicht reagiert. Studien legten nahe, dass zahlreiche Krankheitswellen der vergangenen Jahre durch derart verseuchtes Wasser ausgelöst worden seien. Am heutigen Dienstag wollte der zuständige Ausschuss des Senats die US-Umweltbehörde EPA zu dem Missstand befragen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

WHO veröffentlicht die ICD-11

Nach 26 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation die Klassifikation der Todesursachen und Krankheiten auf eine neue Grundlage gestellt. Die ICD-11 ist am Montag veröffentlicht worden. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »