Ärzte Zeitung, 20.01.2010

Kommentar

Verantwortungslose Strippenzieher

Von Christoph Fuhr

Das hat Barack Obama nicht verdient. Die hart erkämpfte US-Gesundheitsreform war doch schon fast in trockenen Tüchern. Jetzt beginnt mit der Wahlentscheidung von Massachusetts der Kampf wieder von vorne.

Der Präsident will doch nur sicherstellen, dass jeder US-Bürger bei Krankheit angemessen versorgt wird. Das wollen seine Gegner mit aller Macht verhindern. Heftig beteiligt, so viel ist sicher, sind Strippenzieher, für die Solidarität bei Krankheit wenig bedeutet. Was für sie zählt auf dem Gesundheitsmarkt, ist ausschließlich die Maximierung von Gewinn.

Mal ehrlich: Menschen mit dieser Wertewelt sind auch im deutschen Gesundheitswesen unterwegs. Bisher allerdings ohne Erfolg. Und das ist auch gut so.

Lesen Sie dazu auch:
Schlag für Obama - Demokraten verlieren Senatssitz

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Einige Frauen sind besonders dufte

Für Männer-Nasen riechen einige Frauen besser als andere. Das hängt mit der Fortpflanzung zusammen, berichten Forscher aus der Schweiz. mehr »

Mysterium Blasenschmerz-Syndrom

Bis zu 60 Mal am Tag auf die Toilette: Die interstitielle Zystitis, auch Blasenschmerz-Syndrom genannt, ist wenig bekannt. Die deutschen Urologen haben nun erstmals Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie herausgebracht. mehr »