Ärzte Zeitung online, 20.01.2010

London verschärft Kampf gegen Komasaufen

LONDON (dpa). Großbritannien will im Kampf gegen Komasaufen eine härtere Gangart anschlagen. Künftig sollen spezielle Billigangebote von Pubs, Clubs und Bars verboten werden, die Besucher zu Alkoholexzessen ermutigen könnten.

Trinkwettbewerbe oder Flatrate-Partys nach dem Motto "Trinken ohne Limit für zehn Pfund" sollen ab April der Vergangenheit angehören, wie Innenminister Alan Johnson am Dienstag in London ankündigte. Ab Oktober müssen zudem alle Gaststätten neben alkoholischen Getränken in kleineren Mengen auch Gratis-Leitungswasser anbieten.

Skeptisch zeigte sich Johnson über den Nutzen eines Mindestpreises für Alkohol, wie ihn die schottische Regionalregierung derzeit erwägt. Davon würden vor allem Geringverdiener betroffen, die umsichtig mit Alkohol umgingen. Allein in England und Wales sterben nach Schätzungen jährlich 40 000 Menschen an den Folgen von Alkoholmissbrauch.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Aspekte schinden den Körper von Astronauten

Die Forschung auf der ISS liefert wichtige Erkenntnisse, ist aber Schwerstarbeit für den Organismus. Was passiert dabei mit dem Körper genau – und wozu das Ganze? mehr »

GBA warnt Spahn vor GKV-Systembruch

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Doch glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »