Ärzte Zeitung online, 21.04.2010

Neue Gesundheitsministerin für Bulgarien

SOFIA (dpa). Die Reform des bulgarischen Gesundheitswesens zieht sich hin - und mittendrin bekommt das Land eine neue Ministerin für das zuständige Ressort. Das Parlament in Sofia wählte am Mittwoch mit 148 zu 53 Stimmen die Professorin Anna-Marija Borissowa.

"Lasst mich arbeiten!", forderte die bisherige Präsidentin des nationalen Endokrinologie-Verbandes vor der Abstimmung. Damit antwortete sie auf Vorwürfe der Opposition, sie habe kein Konzept für die Reform des unterfinanzierten staatlichen Gesundheitswesens.

Borissowas Vorgänger war vor drei Wochen zurückgetreten, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Korruption ermittelt. Der Ex-Minister soll im Dezember 2009 zwei Verträge für überteuerte Impfstoffe - der eine für Impfungen gegen die Schweinegrippe - unterschrieben haben. Bei der Nominierung der neuen Ministerin hatte Regierungschef Bojko Borissow die Professorin dafür gelobt, dass sie einen "harten Charakter" habe und nicht anfällig für Korruption sei.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »