Ärzte Zeitung online, 02.08.2010

Warnungen über gefährliche Produkte nehmen zu

BRÜSSEL (spe). Die Zahl der über das Schnellwarnsystem der EU für gefährliche Produkte (Rapex) eingegangenen Warnungen ist 2009 gegenüber 2008 um sieben Prozent gestiegen.

Dies geht aus dem aktuellen Rapex-Jahresbericht der EU-Kommission hervor. Die meisten Warnmeldungen betrafen Kinderspielzeug, Bekleidung und Kraftfahrzeuge. 60 Prozent der insgesamt fast 2000 beanstandeten Waren kamen aus China.

Nach einer EU-Marktstudie in 13 Ländern lag bei etwa 20 Prozent des Spielzeugs ein Verstoß gegen einschlägige Sicherheitsbestimmungen vor. Von insgesamt 803 untersuchten Produkten wiesen 200 mechanische Mängel auf, 17 hatten einen zu hohen Schwermetallgehalt.

Die Zunahme der Warnungen sei in erster Linie auf die verbesserte Umsetzung der Produktsicherheitsvorschriften durch die nationalen Behörden zurückzuführen und nicht auf eine verschlechterte Qualität der Produkte, sagte EU-Gesundheits- und Verbraucherkommissar John Dalli. Die meisten Meldungen erfolgten durch Spanien (220 Meldungen), Deutschland (187), Griechenland (154), Bulgarien (122) und Ungarn (119).

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