Ärzte Zeitung, 06.05.2010

Einigung bei EU-Standards für Organspende

BRÜSSEL (spe). Die Botschafter der 27 EU-Staaten haben sich am Mittwoch auf einen Entwurf für eine neue Richtlinie zu Organtransplantationen geeinigt. Der Text sei mit Parlaments-Unterhändlern abgestimmt, sagte der CDU-Europaabgeordnete und Arzt Peter Liese. In der Richtlinie einigen sich die Staaten erstmals auf EU-weite Standards für die Sicherheit und Qualität von Organtransplantationen. Sie sollen verhindern, dass bei Organtransplantationen unbeabsichtigt Viren wie HIV, Hepatitis oder Krebszellen übertragen werden. Auch soll das Prinzip der freiwilligen und unentgeltlichen Spende verbindlich vorgeschrieben werden.

Die EU-Länder sollen nationale Qualitätsprogramme für die Überwachung und Verbesserung von Transplantationen einführen. Diese Aufgabe müssen nicht Behörden, sondern können, wie in Deutschland, auch andere Organisationen und Institutionen ausführen. Zusätzlich sollen Transplantationskoordinatoren in den großen Kliniken potenzielle Spender erkennen und melden. Für die Umsetzung der Richtlinie bleibt den EU-Ländern zwei Jahre Zeit.

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