Ärzte Zeitung online, 16.07.2010

Schlumpf-Mozzarella: EU-Kommission gibt Entwarnung

BRÜSSEL/HAAG (dpa). Im Fall des blau verfärbten Mozzarella gibt die EU-Kommission Entwarnung für Produkte aus dem Milchwerk Jäger im bayerischen Haag. Die Sicherheit bei der Herstellung des Mozzarella-Käse in dem Werk sei nun wieder gewährleistet, teilte die Kommission am Freitag in Brüssel mit.

Nach Angaben deutscher Behörden wurde die Ursache der Verunreinigung beseitigt. "Alles ist wieder in Ordnung", sagte ein Kommissionssprecher. Die Behörden müssten die Situation aber weiter überwachen.

Der verschmutzte sogenannte "Schlumpf-Mozzarella" war in den Export gegangen und Ende Mai erstmals in Italien aufgetaucht. Die Turiner Polizei beschlagnahmte etwa 70 000 Portionen aus deutscher Produktion.

Italien hatte Anfang Juni über ein Schnellwarnsystem die anderen Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission informiert. Die EU und andere Staaten nahmen das Produkt daraufhin vom Markt. Das EU- Lebensmittelamt hatte bei einem Werksbesuch festgestellt, dass Käse mit dem Bakterium Pseudomonas verseucht war.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »