Ärzte Zeitung online, 29.09.2010

US-Stammzellenforschung kann weiter gefördert werden

WASHINGTON (dpa). Die erweiterte staatliche Förderung der Stammzellenforschung mit menschlichen Embryonen in den USA kann zumindest vorerst weitergehen.

Ein Berufungsgericht hob jetzt endgültig eine umstrittene einstweilige Anordnung auf, mit der die öffentliche Finanzierung vorläufig gestoppt worden war, wie die "Washington Post" am Dienstag berichtete.

Richter Royce Lamberth hatte zuvor befunden, die Verfügung von Präsident Barack Obama vom März vergangenen Jahres verstoße gegen ein Gesetz, das der Kongress 1996 verabschiedet hatte. Es verbietet die Verwendung von Steuergeldern für Forschungsprojekte, bei denen menschliche Embryonen erschaffen oder zerstört werden.

Zwei Wissenschaftler, die an einer Alternative zu den Stammzellen arbeiten, hatten gegen Obamas Verfügung Klage eingereicht. Die Entscheidung des Berufungsgericht bedeutet, dass die Förderung weiterlaufen kann, bis über den Ursprungsfall entschieden ist.

Obama hatte kurz nach seiner Amtsübernahme eine Wende in der Forschungspolitik eingeleitet und von seinem Vorgänger George W. Bush 2001 verfügte Beschränkungen bei der staatlichen Förderung der Forschung mit embryonalen Stammzellen aufgehoben.

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