Ärzte Zeitung online, 15.11.2010

PET-Diagnostik: Neues Zyklotron in Finnland eingeweiht

JYVÄSKYLÄ (eb). Die Universität im finnischen Jyväskylä hat ein neues Zyklotron. Mit dem Teilchenbeschleuniger, der von russischen Atomtechnikern gebaut wurde, sollen künftig auch Radionuklide für die PET-Diagnostik hergestellt werden.

"Der neue Teilchenbeschleuniger ist die größte Einzelinvestition in der finnischen Wissenschaft in den vergangenen Jahren", sagte Professor Juha Äystö von der physikalischen Fakultät bei der Einweihung am Montag.

Das Zyklotron vom Typ "MSS-30,15" ist Teil einer gesamten Forschungsanlage die ihre Arbeit neu aufgenommen hat. Entwickelt wurde das Gerät vom russischen Forschungsinstitut für elektrophysikalische Geräte "Jefremow" in Sankt-Petersburg, berichtet die russische Nachrichtenagentur "RIA Novosti".

Nach Angaben von Denis Kowalewitsch von der russischen Atomenergiebehörde Rosatom können mit Hilfe dieses Zyklotrons jedes Jahr Zehntausende Patienten untersucht werden.

Russland will nun eine Serieproduktion des Beschleunigers aufnehmen. Im Rahmen des Programm zur Entwicklung der Nuklearmedizin sollen dann jährlich zwischen fünf bis sieben dieser Anlagen hergestellt werden.

Wie die Universität Jyväskylä mitteilte, erreicht das Zyklotron bei der Protonenbeschleunigung ein Energieäquivalent von 30 Megavolt. In Deutschland gebräuchliche Beschleuniger erreichen üblicherweise Energien zwischen 10 und 25 Megavolt.

Informationen zu "MSS-30,15" auf www.springerlink.com

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