Ärzte Zeitung online, 23.12.2010

Britische Experten beunruhigt über Zahl adipöser Schwangerer

LONDON (ast). Jede 20. Schwangere Patientin in Großbritannien ist adipös. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, die im Königreich für gesundheitspolitische Schlagzeilen sorgt. Die Gutachter kritisieren, dass in den Hausarztpraxen und in den Kliniken nicht genug für die Prävention von Adipositas bei Schwangeren unternommen werde.

Britische Experten beunruhigt über Zahl adipöser Schwangerer

Sie hat Normalgewicht - aber jede 20. schwangere Frau in Großbritannien ist schwer übergewichtig und damit gesundheitlich gefährdet.

© Jochen Tack / imago

Wie die Experten des Center for Maternal and Child Enquiries feststellen, seien derzeit rund 39 500 schwangere Patientinnen in Großbritannien stark übergewichtig. Es ist das erste Mal, dass der staatliche Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) die fachärztliche Versorgung adipöser Schwangerer genauer untersucht.

"Die meisten Wöchnerinnenstationen sind weder medizintechnisch noch personell in der Lage, adipöse schwangere Patientinnen ordentlich zu versorgen", heißt es in dem Report kritisch. Und: "Adipöse Patientinnen haben statistisch gesehen ein deutlich höheres Risiko, Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt zu erleiden als normalgewichtige Patientinnen."

Die Gutachter verlangen außerdem, dass innerhalb des NHS mehr unternommen wird, um starkem Übergewicht während der Schwangerschaft rechtzeitig vorzubeugen. Das rette Patientenleben und sei "volkswirtschaftlich sinnvoll", da es langfristig Behandlungskosten einspare.

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