Ärzte Zeitung online, 22.12.2010

Spanien verschärft Anti-Tabak-Gesetz

MADRID (dpa). Spanien hat sein Anti-Tabak-Gesetz drastisch verschärft. Das Madrider Parlament beschloss am Dienstag eine Neuregelung, nach der das Rauchen künftig in allen Gaststätten und Restaurants verboten sein wird. Das neue Gesetz untersagt den Tabakgenuss in allen geschlossenen und öffentlich zugänglichen Räumen. Es tritt am 2. Januar in Kraft.

Die Gaststätten dürfen auch keine Raucherzimmer einrichten oder in Raucherclubs umbenannt werden.

Von dieser Regelung werden nur die Haftanstalten und psychiatrischen Kliniken ausgenommen werden. Dort sollen Raucherzimmer eingerichtet werden.

Nach dem neuen Gesetz wird das Rauchen in Spanien an bestimmten Stellen künftig sogar unter freiem Himmel verboten. Dazu gehören Kinderspielplätze, Schulhöfe und Innenhöfe von Krankenhäusern.

Bisher herrscht in Spanien zwar an Arbeitsplätzen, auf Bahnhöfen und in Zügen ein generelles Rauchverbot. Aber in Gaststätten konnten die Wirte bislang in der Regel selbst entscheiden, ob in ihren Lokalen das Rauchen untersagt oder erlaubt ist. In 89 Prozent der über 350.000 Gaststätten darf bislang geraucht werden, nur 11 Prozent wurden zu Nichtraucher-Lokalen deklariert.

Homepage des spanischen Parlaments

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »