Ärzte Zeitung, 18.02.2011

Tschechische Ärzte bleiben jetzt doch zu Hause

NEU-ISENBURG (chb). Die massenweise Auswanderung tschechischer Ärzte aus ihrem Heimatland ist gestoppt. Nach Berichten verschiedener Medien hat sich die Ärztegewerkschaft am Donnerstag mit der Regierung auf eine Gehaltsanhebung von 15 Prozent noch in diesem Jahr geeinigt.

Tschechische Ärzte bleiben jetzt doch zu Hause

Die tschechische Flagge weht - und die Ärzte wandern nicht massenweise ab.

© blickwinkel / imago

Anschließend forderte die Gewerkschaft ihre Mitglieder auf, die zu Ende Februar ausgesprochenen Kündigungen wieder zurückzuziehen.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten etwa 4000 der etwa 16 000 tschechischen Krankenhausärzte damit gedroht, das Land zu verlassen, wenn sich ihre Arbeitsbedingungen und ihre Bezahlung nicht wesentlich verbessern würden.

Ohne Zulagen verdient ein Arzt in Tschechien bislang um die 700 Euro brutto. Auch nach langjähriger Berufserfahrung konnten Ärzte nur mit geringen Steigerungsraten rechnen.

Wäre es nicht zu einer Einigung gekommen, hätten wohl einige Kliniken ihre Pforten schließen müssen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »