Ärzte Zeitung, 16.05.2011
 

Bürger in Zürich lehnen Stopp der Sterbehilfe ab

ZÜRICH (fst). Die Bürger in Zürich haben am Sonntag (15. Mai) in einer Volksabstimmung zwei Initiativen zurückgewiesen, die Sterbehilfe oder den Sterbehilfe-Tourismus stoppen sollten.

Eine der beiden Vorlagen wollte die Berechtigung, Suizidhilfe in Anspruch zu nehmen, nur Bürgern gewähren, die schon mindestens ein Jahr im Kanton Zürich leben.

Nur etwa 21 Prozent der Wähler votierten für diesen Vorschlag. Noch weniger Zustimmung erhielt die Initiative "Stopp der Suizidhilfe", die auf ein schweizfestes Verbot zielte. 84 Prozent der Wähler lehnten dies ab.

Vorab hatten nur zwei dezidiert christliche Parteien, die Eidgenössisch Demokratische Union und die Evangelische Partei, die Referenden unterstützt. Die beiden Sterbehilfeorganisationen Dignitas und Exit begrüßten den Ausgang des Urnengangs.

Vor der Abstimmung hatte zudem die Vereinigung der Schweizer Medizinalrechtsanwälte dazu aufgerufen, mit Nein zu stimmen. "Schützen Sie Ihre Freiheit und Ihr Recht auf Selbstbestimmung", hieß es.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »