Ärzte Zeitung online, 18.05.2011

Sparkurs: WHO streicht 300 Stellen

GENF (dpa). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss sparen und Stellen abbauen. Ungünstige Wechselkurse und Mindereinnahmen von den ebenfalls sparenden Geberländern zwingen dazu.

Das sagte WHO-Chefin Margaret Chan am Dienstag am Rande der Jahresversammlung der Organisation in Genf.

Bei einem Jahreshaushalt von knapp über zwei Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) gibt in diesem Jahr ein Defizit von 300 Millionen.

Am WHO-Sitz in Genf werden deshalb bis Ende des Jahres 300 Stellen abgebaut. In Genf arbeiten derzeit 2400 Menschen für die WHO. Weltweit sind es 8000.

Kritiker werfen der Organisation, die gerade vom Microsoft-Gründer Bill Gates über 300 Millionen Dollar als Spende erhält, aber auch einen laschen Umgang mit dem Geld vor.

Spenden würden zu spät oder gar nicht richtig verbucht und verfielen zum Teil, weil sie in einer bestimmten Zeit abgerufen werden müssten, heißt es in einem Untersuchungsbericht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Muster-Weiterbildung in trockenen Tüchern

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat einstimmig die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) für Ärzte beschlossen und veröffentlicht. mehr »

Zehn Regeln für die Rheuma-Therapie

In der medikamentösen Behandlung von älteren Rheuma-Patienten gilt es für Ärzte, einiges zu beachten. Rheumatologen haben zehn Empfehlungen verfasst. mehr »

Es gibt deutlich mehr ausbildende Ärzte

Vor drei Jahren wurde die Förderung der ärztlichen Weiterbildung verbessert. Das zeigt offenbar Wirkung: In deutlich mehr Praxen werden nun Ärzte ausgebildet. mehr »