Ärzte Zeitung online, 13.10.2011

"Ärzte ohne Grenzen": Zwei humanitäre Helfer in Kenia entführt

ADDIS ABEBA/NAIROBI (dpa). Zwei humanitäre Helfer von "Ärzte ohne Grenzen" sind am 13. Oktober in Kenia an der Grenze zu Somalia verschleppt worden. Sie seien in ihrem Fahrzeug von bewaffneten Männern angegriffen worden.

"Ein Fahrer wurde verletzt und liegt im Krankenhaus. Sein Zustand ist stabil", sagte eine Sprecherin der Organisation der Nachrichtenagentur dpa. "Zwei Mitarbeiter werden vermisst, und wir haben ein Krisenteam eingerichtet." Zunächst war im kenianischen Fernsehen von vier Entführten die Rede gewesen.

Der Vorfall habe sich in der Nähe des Lagers Dadaab - des derzeit größten Flüchtlingscamps der Welt - ereignet. In dem Lager haben bereits mehr als 450.000 Menschen vor der verheerenden Dürre am Horn von Afrika Zuflucht gesucht. Der britische Sender BBC berichtete, die Entführten seien wahrscheinlich Spanier.

Somalische Rebellen gelten als Hauptverdächtige der Entführungen. Die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz hatte in den vergangenen Wochen zwei Europäerinnen - eine Britin und eine Französin - von dem kenianischen Inselarchipel Lamu nach Somalia verschleppt. Die Rebellen haben Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida.

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