Ärzte Zeitung online, 29.11.2011

Ärzteprotest: Slowakei verhängt Notstand

BRATISLAVA (dpa). Die slowakische Regierung hat am Montagabend einen Notstand ausgerufen, um einen Kollaps im Gesundheitswesen zu verhindern.

Rund 2000 der 7000 Krankenhausärzte hatten aus Protest gegen die ihrer Meinung nach schlechte Bezahlung zum Dezember gekündigt.

Nach der Verhängung des Notstandes kann die Regierung jetzt die Ärzte in 15 Krankenhäusern zwingen, trotz ihrer Kündigung weiter zu arbeiten. Damit müssen keine Krankenhäuser geschlossen werden.

Die Regierung hatte am Wochenende noch einmal vergeblich versucht, den Tarifstreit beizulegen. Sie bot den Ärzten 300 Euro mehr Gehalt an. Ein Krankenhausarzt in der Slowakei verdient derzeit rund 1600 Euro im Monat.

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