Ärzte Zeitung online, 31.12.2011

London: Längere Wartezeiten für Notfallpatienten

LONDON (ast). Notfallpatienten in Großbritannien müssen sich auf längere Wartezeiten in den staatlichen Kliniken einstellen.

Gesundheitsminister Andrew Lansley entschied, dass die staatlichen Krankenhäuser zukünftig anstatt 98 Prozent aller Patienten nur noch 95 Prozent innerhalb der ersten vier Stunden nach Aufnahme behandeln müssen, um Regressansprüche zu vermeiden.

Folge: die Zahl jener Patienten, die länger als vier Stunden warten müssen, bevor sie einen Arzt sehen, stieg um mehr als 50 Prozent.

Zwischen April und Juni 2011 warteten landesweit mehr als 165.000 Notfallpatienten länger als vier Stunden auf eine Konsultation. Patientenverbände bezeichneten die Zustände als "nationale Schande".

[31.12.2011, 14:53:21]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Shocking" - Verkehrte Welt
Bei "medscape.com" betragen die Leitlinien für das akute Schlaganfall-Management beim Zeitabstand zwischen Betreten des Krankenhauses und Behandlung als "door-to-treatment" Intervall 60 Minuten. Die Aufnahme in der "stroke-unit" oder "intermediate-care-unit" (ICU) soll nach 3 Stunden erfolgt sein:

• Door to doctor  10 min
• Access to neurologic expertise 15 min
• Door to CT scan completion 25 min
• Door to CT scan interpretation 45 min
• Door to treatment  60 min
• Admission to stroke unit or ICU 3 h

http://emedicine.medscape.com/article/1159752-overview

Beim akuten Koronarsyndrom mit Indikation zur Lyse bzw. Stentung sollen die "door-to-needle-" oder "door-to-balloon-time" deutlich u n t e r drei Stunden liegen. Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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