Ärzte Zeitung online, 13.01.2012

PIP-Implantate auch in Tunesien

PARIS (dpa). Vom Skandal um Billig-Brustimplantate des insolventen französischen Herstellers PIP ist auch Tunesien betroffen.

In dem als Hochburg des Medizintourismus geltenden Land sind nach Informationen der Zeitung "Le Parisien" (Freitag) von 2006 bis 2010 mehr als 630 der Implantate verkauft worden.

Das Blatt beruft sich auf Informationen der tunesischen Gesundheitsbehörden. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Bis zu 500.000 Frauen betroffen

Weltweit sollen bis zu 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen der französischen Firma Poly Implant Prothèses (PIP) erhalten haben.

Die Vermarktung, den Vertrieb und die weitere Verwendung der Brustimplantate hatte Frankreich dem Unternehmen im April 2010 europaweit untersagt.

Das Unternehmen hatte zuletzt eine Jahresproduktion von etwa 100 000 Prothesen, von denen 84 Prozent in den Export gingen. Ein Großteil landete in Lateinamerika.

Ein Zusammenhang zwischen den Silikonkissen und Krebs wird befürchtet, bewiesen ist er aber nicht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »