Ärzte Zeitung online, 04.02.2012

Großbritannien: Sparen bei der Geriatrie

LONDON (ast). In britischen Kliniken ist das Geld knapp und das schlägt sich negativ auf die geriatrische Versorgung nieder.

Wie die "Care Quality Commission" (CQC) in einem neuen Report feststellt, sei die Versorgung älterer Patienten im staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) "überwiegend schlecht".

In Zahlen: 55 von 100 stichprobenartig inspizierten NHS-Kliniken wiesen bei der geriatrischen Patientenversorgung grobe Mängel auf.

Die Liste der Mängel ist lang: unmotiviertes und inkompetentes Klinikpersonal, unzureichende Verpflegung, mangelnde Privatsphäre und - besonders erschreckend - ein Mangel an geriatrischen Fachärzten.

Jedes fünfte von den CQC-Gutachtern besuchte Krankenhaus schnitt so schlecht ab, dass die Klinik in Gefahr schwebt, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.

Berufsverbände sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen: "Geriatrie-Patienten sind die großen Verlierer bei den Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen."

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